Estland ist seit 2004 Mitglied der EU. Die Arbeitslosenquote des Landes liegt
bei 10,5 %. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass um die Hauptstadt Tallin herum
quasi Vollbeschäftigung herrscht, jedoch im ländlichen Bereich die
Quote teilweise 20 % überschreitet. Durch die Subventionen der EU wird
sich dies jedoch sehr schnell ändern. Für Akademiker oder eine
Fachkraft hat eine Bewerbung in Estland gute Aussichten auf Erfolg. Der Lohn
ist in Estland für einen deutschen Arbeitnehmer im Vergleich zu
Deutschland aber sehr gering. In Estland verdient ein Arbeitnehmer, der bei
einem ausländischen Unternehmen arbeitet ca. 30 % mehr als bei einem
estnischen Unternehmen.
Aufenthalt und Jobsuche in Estland
Ein Arbeitsuchender EU-Bürger, der sich in Estland zur Arbeitsuche
aufhält kann drei Monate ohne Genehmigung im Land bleiben. Wer sich beim
estnischen Arbeitsamt als Arbeitsuchend meldet, kann dies sogar für sechs
Monate vollziehen. Die Aufenthaltsgenehmigung wird bei einem festen Wohnsitz in
Estland und einem festen Arbeitsverhältnis in Estland für fünf
Jahre erteilt.
Die deutsche Bundesagentur für Arbeit hat eine Europa-Hotline eingerichtet
die aus dem deutschen Festnetz über die Telefonnummer 0180 52 22 02 3 (12
Cent / Minute) zu erreichen ist. Hier können Bewerber zu allen
EU-Ländern fragen stellen. Ein wichtiger Service, den Sie nutzen sollten.
Die Europa-Hotline ist Mo.- Do. 8:00 - 20:00 Uhr und Fr. 8:00 - 16:00 Uhr
erreichbar. Per E-Mail erreichen Sie das Hotline-Team unter
InfoHotline-Ausland@arbeitsagentur.de.
Für die Jobsuche ist das Online-Angebot der estnischen Arbeitsverwaltung
unter www.tta.ee zu empfehlen.
Stellenangebote bieten ebenfalls die Online-Jobbörsen wie
www.cv.ee, www.cvkeskus.ee,
www.job.ee
Die Tageszeitungen, wie "Postimees", "Eesti Päevaleht" und "SL Ohtuleht"
veröffentlichen regelmäßig Stellenangebote, allerdings auf estnisch.
Darüber hinaus gibt es die russischsprachige Tageszeitung "Estonija" sowie
die englischsprachige Wochenzeitung "The Baltic Times". Aber auch eine
Initiativbewerbung nach Estland kann zum Ziel führen. Adressen nach
Branchen sortiert finden Bewerber in den Estonian Yellow Pages, im Internet
unter www.infoweb.ee/en zu finden.
Besonderheiten der estnischen Bewerbung
Die estnische Bewerbung ist in schriftlicher Form der deutschen sehr
ähnlich. In Estland ist jedoch auch die Online-Bewerbung auf starken
Vormarsch. Eine Online-Bewerbung per Mail mit Dateianhang, oder ein wenig
exklusiver mit ulmato.de,
kann zum Erfolg führen. Estland hatte in den letzten Jahren eine hohe
Zuwachsrate bezüglich der Internetverbindungen. Die Bewerbung per Mail ist
auch in diesem Land üblich, soweit eine E-Mailadresse angegeben ist. Das
Problem der heutigen Zeit ist die Umstrukturierung der Bewerbungsformen. Es
gibt einen Übergang von der maschinellen zur digitalen Bewerbung, der sich
auch in der estnischen Bewerbung wiederfindet. Die Entscheidung, welche
Bewerbungsform für die jeweilige Stelle die Beste ist, liegt allein im
Bemessungsspielraum des Bewerbers. Das Versenden von digitalisierten Zeugnissen
kann sinnvoll sein, jedoch nur wenn sie übersetzt wurden. Beglaubigungen
sind in der estnischen Bewerbung nicht unbedingt erforderlich, da davon
auszugehen ist, dass vorgetäuschte Daten spätestens beim
Vorstellungsgespräch in Estland offenbar werden. Offizielle
Übersetzungen für Ausbildungsprofile von Ausbildungsberufen ins
Englische und Französische bietet die Nationale Referenzstelle beim
Bundesinstitut für Berufsbildung unter www.bibb.de an. Bei Problemen mit
der Anerkennung Ihres Diploms hilft die gebührenfreie EU-Hotline 00 800 67
89 10 11 weiter.
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