Die Schweiz ist wirtschaftlich gesehen ein sehr starkes Land. Die traditionelle Neutralität
und im politischen wie im wirtschaftlichen hat dem Land eine starke wirtschaftliche
Entwicklung beschert. Die Schweiz lebt schon seit langer Zeit im Frieden – selbst in
beiden Weltkriegen – und hat eine Arbeitslosenquote von der Deutschland nur träumen kann.
Die Schweiz dient jedoch auch als Land den deutschen Steuerhinterziehern, was für den
enormen Reichtum nicht ganz unschuldig ist. Man kann dies moralisch verwerflich finden,
oder nicht. Dies hat dem Ruf und dem Ansehen der Schweiz geschadet,
jedoch nicht Ihrer Wirtschaft, weshalb Ausländer auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt gute
Chancen auf Beschäftigung haben. Die Kriterien für die Aufnahme von Ausländern in die Schweiz
sind jedoch sehr streng. Im Jahr 2002 arbeiteten ca. 115 000 Deutsche in der Schweiz.
Im Norden, in der Zentralschweiz und im Osten des Landes spricht man Deutsch oder Schweizer-Deutsch,
im Westen Französisch und im Kanton Tessin und Teilen von Graubünden spricht man Italienisch.
Im täglichen Leben sind die Sprachgrenzen auch sehr deutlich, viele Schweizer sprechen nur
"ihre" jeweilige Sprache, man kann sich nicht überall mit Deutsch verständigen.
Einen Job in der Schweiz zu finden gestaltet sich ein wenig schwieriger als in den Ländern der EU.
Die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte ist in jedem Jahr mit einer Quote festgesetzt.
In der Schweiz sind 20 % ausländische Arbeitskräfte, Arbeitskräfte aus der EU
werden jedoch bevorzugt. Vorraussetzung für eine Anstellung ist jedoch nach wie vor, dass
keine Schweizer für diese Tätigkeit zur Verfügung steht.
Um einen Job in der Schweiz zu finden können Sie sich in Stellenanzeigen verschiedener Zeitungen, welche
unter www.zeitung.ch aufgelistet sind, informieren.
Bei der Jobsuche in der Schweiz helfen kann auch eines
der regionalen Arbeitsvermittlungszentren www.rav.ch.
Besonderheiten der schweizerischen Bewerbung
Die schweizerische Bewerbung ist der deutschen Bewerbung sehr ähnlich, weshalb beim Anfertigen
einer Bewerbungsmappe für die Schweiz nur wenige zusätzliche Dinge zu beachten sind.
Wie in Deutschland gehört in eine Bewerbung für die Schweiz ein einseitiges Anschreiben,
ein datiertes und mit Namen versehenes Bewerbungsfoto, ein maximal zweiseitiger, chronologisch
aufgebauter und unterschriebener Lebenslauf und Zeugniskopien. Weitere Qualifikationsnachweise
werden nur auf Anfrage beigelegt.
Bewerber werden in der Schweiz weniger wegen konkreter Studienergebnisse,
sondern vor allem aufgrund bestimmter Persönlichkeitsmerkmale ausgesucht. Es werden daher gerne
Referenzen und sehr häufig graphologische Gutachten eingeholt. Auch werden der schweizerische Lebenslauf und
das schweizerische Bewerbungsschreiben gründlich analysiert.
Das Auswahlverfahren in der Schweiz entspricht in weiten Teilen dem in Deutschland, in Form von strukturierten
Interviews oder durch ein Assessment-Center werden die idealen Bewerber gesucht.
Allgemeines zur Bewerbung in der Schweiz
Wer in der Schweiz eine Tätigkeit aufnimmt wird in der Regel weit über europäischem Standard
bezahlt. Durch hohe Lebenshaltungskosten innerhalb der Schweiz wird dies jedoch wieder
angeglichen, weshalb der schweizerische Arbeitnehmer auch nicht mehr in der Hand hat.
Für deutsche Staatsbürger ergibt sich jedoch eine Möglichkeit die sehr günstig ist, viele
arbeiten in der Schweiz und wohnen in Deutschland, also kurz hinter der Grenze.
Somit haben sie ein Gehalt auf schweizerischem Niveau und die Lebenshaltungskosten auf
deutschem Niveau, was sich durchaus rechnet.
Junge Bewerber zwischen 18 und 30 Jahren haben zudem die Möglichkeit in der Schweiz über
das sogenannte „Gastarbeiterabkommen“ tätig zu werden. Dies beinhaltet ein
Beschäftigungsverhältnis von 12 Monaten, welches auf 18 Monate verlängert werden kann.
Informationen hierüber erfährt der Bewerber von seinem Arbeitsamt oder in der Schweiz unter
www.auslaender.ch.
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