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Das Anschreiben der Bewerbung

Hier finden Sie alle Informationen für die erfolgreiche Erstellung eines Bewerbungsanschreibens.

Anschreiben erstellen

Das Anschreiben hat innerhalb der Bewerbung auf ein Stellenangebot verschiedene Aufgaben, die alle sehr wichtig sind. Zuerst sollte es natürlich das Interesse des Unternehmens an Ihrer Person wecken. Sie sollten sich inhaltlich von den Mitbewerbern abgrenzen.

Ein Bewerbungsanschreiben stellt die Motivation des Bewerbers deutlich heraus. Während der Lebenslauf und die Zeugnisse nur Auskunft über Ihre fachliche Qualifikation und Ihren Werdegang geben, muss das Anschreiben für Sie als Person sprechen, besonders, wenn Sie auf die sogenannte "Dritte Seite" der Bewerbung verzichten.

Weiterhin besteht die Aufgabe des Bewerbungsanschreibens darin, Ihre wesentlichen Eignungsmerkmale für die jeweilige Tätigkeit herauszustellen und natürlich soll es den Sachbearbeiter der Personalabteilung neugierig auf die weiterführenden Inhalte der gesamten Bewerbungsmappe machen.


Beispiele für die Gestaltung des Anschreibens


5 wichtige Regeln für das erfolgreiche Bewerbungsanschreiben

Bewerbungsschreiben
  • Das Anschreiben sollte sich immer auf die jeweilige Stellenanzeige beziehen. Sie sollten deshalb genau lesen was an Anforderungen verlangt wird und belegen, dass Sie diese erfüllen können.
  • Sie sollten kausal die wichtigsten Stationen Ihres Werdeganges einbeziehen, jedoch nicht Ihren Lebenslauf vorweg erzählen. Sollte Ihr Lebenslauf negative Fakten enthalten, dann erwähnen Sie diese im Anschreiben keinesfalls. Im Bewerbungsanschreiben ist immer nur Platz für positive Aspekte.
  • Sie sollten nichtssagende Floskeln, allgemeine Redewendungen und weitschweifige Darstellungen vermeiden, dafür ist der Platz im Anschreiben viel zu knapp und kostbar.
  • Oberstes Ziel ist es alle wichtigen Angaben die für Ihre Person sprechen im Anschreiben zu vereinen.
  • Es ist wichtig die Inhalte auf nur einer einzigen Din A4 Seite unterzubringen und die Normen für ein Geschäftsschreiben einzuhalten.

Schritt für Schritt - Formulierung und Form im Bewerbungsanschreiben

Eigene Kontaktdaten einfügen
  • Vollständiger Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mailadresse sollten im Anschreiben immer enthalten sein. Die Angabe einer zusätzlichen Handynummer ist ebenfalls möglich, weitere Kontaktmöglichkeiten sind nicht sinnvoll. Die Platzierung erfolgt auf dem Schreiben entweder in der Kopfzeile oder ganz oben rechts oder links.
Empfängerdaten einfügen
  • Bei einer Initiativbewerbung müssen Sie vorher recherchieren, an wen Sie die Bewerbung senden; bei der Bewerbung auf eine Stellenanzeige halten Sie sich an die dort angegebene Adresse.
    Wichtig: Ein Fehler der hier häufig passiert ist die Verwendung eines falschen Firmennamens. Oftmals werden Markennamen mit Firmennamen verwechselt.
Aktuelles Datum einfügen
  • Das aktuelle Datum sollte im Bewerbungsanschreiben eingetragen werden. Platzieren Sie es auf dem Schreiben rechtsbündig, ein bis zwei Zeilen unterhalb der Adresszeile.
    Häufiger Fehler: Das Anschreiben wird erstellt und zur Korrektur weiteren Personen vorgelegt, oft vergisst der Bewerber anschließend das Datum zu aktualisieren.
"Betreff"-Zeile
  • Das Wörtchen "Betreff" wird nun schon seit einiger Zeit nicht mehr in einer Bewerbung oder einem Geschäftsbrief verwendet, aber der Name der Zeile ist geblieben. Dort wird als eine Art von Überschrift ganz kurz zusammengefasst, worum es eigentlich geht, z. B. "Bewerbung als Key Account Manager". Bei größeren Unternehmen sind in der Stellenanzeige meistens bestimmte Referenznummern angegeben, die sich in der Betreffzeile wiederfinden sollten.
Die Anrede im Bewerbungsschreiben
  • Sie sollten immer einen direkten Ansprechpartner haben. Bewerbungen mit "Sehr geehrte Damen und Herren" sind zu unpersönlich, wenn der Name eines Ansprechpartners für die Stellenbewerbung jedoch nicht auszumachen ist haben Sie natürlich keine Wahl. Sie sollten natürlich wissen, dass am Ende der Zeile ein Komma steht und dann erst zwei Zeilen weiter – mit kleinem Buchstaben begonnen – weitergeschrieben wird.
Einleitung im Anschreiben
  • Hier gehen Sie kurz auf den Anlass der Bewerbung ein und natürlich auf die Details in der Stellenanzeige oder das Telefongespräch das der Bewerbung vorausgegangen ist. In der Einleitung können Sie zum Beispiel Stellung zum Unternehmen beziehen und Ihr Interesse an dem Job schildern. Wie sind Sie aufmerksam geworden? Woher wissen Sie von dem Job?
Motivation für die Stellenbewerbung
  • Gehen Sie als nächstes auf Ihren persönlichen Grund für die Stellenbewerbung ein. Was interessiert Sie besonders an dem Job? Warum gerade bei diesem Arbeitgeber? Ein guter Hinweis ist hier die "berufliche Veränderung" oder eine "neue berufliche Herausforderung". Niemals sollten Sie hier angeben, dass Sie zum Beispiel mit ihrem jetzigen Arbeitgeber unzufrieden sind, oder Ähnliches. Es sollten nur positive und möglichst berufsbezogene Gründe sein.
Qualifikation für die ausgeschriebene Stelle
  • Jetzt können Sie sich selbst vermarkten und Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in Bezug zur ausgeschriebenen Stelle bringen. Gehen Sie auf Ihre jetzige Tätigkeit ein und heben Sie Ihre persönlichen Stärken und Erfahrungen hervor. Es darf keine reine Auflistung Ihres Lebenslaufes sein, sondern Sie sollen begründen, warum Sie der/die Beste für diesen Job sind. Dieser Abschnitt ist der wichtigste Teil Ihrer Bewerbung. Hier wird vorentschieden, ob Sie auf den Stapel für die interessanten Bewerber kommen oder auf den für die Absagen.
Gehaltswunsch
  • In den meisten Stellenanzeigen wird der Gehaltswunsch ausdrücklich verlangt, hier sollten Sie dann gut überlegen welchen Betrag Sie angeben. Der Gehaltswunsch wird in seiner Höhe immer in Bruttojahresgehalt angegeben. Prinzipiell ist es jedoch unüblich ohne eine Aufforderung einen Gehaltswunsch im Anschreiben zu äußern.
    Bei Stellenausschreibungen im öffentlichen Dienst wird innerhalb des Bewerbungschreibens generell auf den Gehaltswunsch verzichtet. In den Stellenangeboten ist hier eigentlich immer die Bezahlung in Form von Entgeltgruppen (TVöD, TV-L) angegeben. Diese Entgeltgruppen haben zudem ein Stufensystem, welches sich nach der Berufserfahrung richtet.
Eintrittstermin in die neue Position
  • Der Eintrittstermin wird oft als Angabe in den Stellenbeschreibungen gefordert, generell können Bewerber diesen aber immer im Bewerbungsanschreiben platzieren. Für das Unternehmen ist der Termin für die frühstmögliche Arbeitsaufnahme ein wichtiges Auswahlkriterium. Wird beispielsweise ein Bewerber zum Gespräch eingeladen, in dem er offeriert, dass er eine 4 monatige Kündigungsfrist einhalten muss, die Stelle jedoch schon in 2 Monaten besetzt sein soll, kann sich das weitere Gespräch erübrigen.
Schlusssatz
  • Der Abschlusssatz hat eher eine symbolische Form und dient zur Beendigung und dem Abschluss der Ausführungen
    Mögliche Beispiele: "Über eine positive Antwort und die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr." Oder "Zu einem Vorstellungsgespräch stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung."
Grußformel
  • "Mit freundlichen Grüßen" dürfen Sie nicht vergessen, ebenso die eigenhändige Unterschrift. Das ist natürlich in E-Mail-Bewerbungen schwierig. Entweder Sie lassen dann die Unterschrift weg, oder haben die Möglichkeit eine handschriftliche Signatur aus dem Dokument einzufügen und zu platzieren.
Anlagen
  • Zum Schluss noch der Hinweis "Anlagen", der eigentlich überflüssig ist, jedoch gebietet es die Form! In vielen Bewerbungen wird die Angabe heutzutage jedoch schon weggelassen, was keinen Nachteil darstellt. Bei Bewerbungen per E-Mail finden Sie heute keine Anwendung.

Anschreiben in der postalischen Bewerbungsmappe

Das Bewerbungsanschreiben ist das wichtigste Dokument einer Stellenbewerbung, weil es Ihr Statement gegenüber dem umworbenen Unternehmen beinhaltet, trotzdem ist es nicht Bestandteil der Bewerbungsmappe. Das Anschreiben liegt der Bewerbungsmappe auf, wenn es sich um eine Bewerbung auf dem postalischen Weg handelt.



Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der richtigen Formulierung des Anschreibens!

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