Nachfassbrief nach Bewerbung, Vorstellungsgespräch oder Absage
In der Regel wird ein Nachfassbrief im Anschluss an ein Vorstellungsgespräch
erstellt. Nicht selten ist den Bewerbern bewusst, dass im Bewerbungsgespräch nicht
alle wichtigen Details besprochen worden sind, oder vielleicht falsch interpretiert
wurden. Aus diesem Grund wird mit dem zusätzlichen Schreiben versucht, diese
Defizite auszugleichen.
Es gibt aber auch nicht wenige Personen, die einen Nachfassbrief aufgrund einer
Absage nach einem Gespräch verfassen, was sehr oft mit Erfolg belohnt wird.
Der Brief stammt aus den amerikanischen Bewerbungsstandards und wird daher auch Follow-up-letter genannt.
Was vielen Bewerbern nicht ahnen, ist die Tatsache, dass die Unterschiede zwischen den
Qualifikationen der unterschiedlichen Kandidaten nicht sehr weit auseinander liegen.
Aus diesem Grund kann der Follow-up-Brief das ausschlaggebende Kriterium sein, welches
den Bewerber nochmals in Spiel bringt. Gerade wenn sich Vorstellungsgespräche
über einen längeren Zeitraum ziehen, besteht mit diesem Brief die Option,
an den sympathischen Bewerber aus den ersten Tagen zu erinnern.
Inhalt des Schreibens
Der Nachfassbrief sollte natürlich immer argumentativ sehr gut ausgearbeitet
sein und die persönliche Werbebotschaft ideal vermitteln. Der Vorteil gegenüber
der Formulierung im Bewerbungsschreiben liegt hier auf der Hand. Der Ansprechpartner
kennt Sie nun als Mensch und Sie haben ihn kennengelernt, Sie haben mitbekommen was
für den Job wichtig ist und haben eine genauere Vorstellung des
Aufgabenprofils der Tätigkeit. Dies erleichtert die Formulierung und den Fokus
auf die wichtigen Punkte enorm.
Hier sind also keine Worthülsen gefragt, sondern der direkte Bezug, am besten
anhand der Beispiele aus Ihrem Lebenslauf.
Nach einer Absage ist man natürlich frustriert und auf das Unternehmen nicht
gut zu sprechen. Genau das darf keinesfalls in diesem Schreiben deutlich werden, schließlich
ist es kein Beschwerdebrief sondern noch immer ein Teil Ihrer Bewerbung.
Der Brief sollte in der Form mit den Adresszeilen dem Anschreiben ähneln.
Sie sollten sich im Text zuerst für das Gespräch bei den Beteiligten bedanken.
Wenn Sie nicht mehr alle Namen der Anwesenden wissen, nehmen Sie nur Bezug auf
Ihren Ansprechpartner mit Verweis auf die Kollegen/innen.
Wenn Sie im Gespräch nervös waren können Sie dies ruhig erwähnen,
es ist den Beteiligten vermutlich eh aufgefallen und ist nur menschlich, schließlich
geht es um die berufliche Zukunft.
Sagen Sie ruhig nochmal, dass Sie den Job jetzt erst recht wollen und nehmen dann Bezug
auf die Sachverhalte die Ihrer Meinung nach nicht deutlich geworden sind und von Ihnen
nicht ausreichend vermittelt wurden.
Also bloß keine plakativen Soft Skills auflisten, sondern konkret werden.
Zum Abschluss nehmen Sie dann nochmals Bezug auf den erwarteten erfolgreichen Start im Unternehmen
und verabschieden sich.
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